Stiftungsfest "Hänsel und Gretel"

 

Nachdem die „Erwachsenen“ ihren großen Auftritt bereits beim Kirchenkonzert im Juli hatten, stand das diesjährige Stiftungsfest – also der Geburtstag des Vereins – am Wochenende 28. und 29. Oktober ganz im Zeichen der Vereinsjugend, den Achalmfinken. Unterstützt wurden sie von music and more, vereinseigenen Solisten und den TSV DanceKids. Durch den Auftritt beim „wichtigsten“ Vereinskonzert des Jahres wurde so der Stellenwert der Vereinsjugend herausgestellt.

 

Auf dem Programm stand DIE Kinderoper schlechthin, Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck, in einer Bearbeitung für Kinder- und Jugendchor und Klavier zu vier Händen (Natalie Schäfer und Katrin Zeeb *) von Michael Benedict Bender; ein ganzes Orchester hätte man doch schlecht in die HAP-Grieshaber-Halle gebracht. Außerdem ist die Bearbeitung auch ein wenig kürzer als die ursprüngliche Oper und war so auch für die kleineren Besucher bestens geeignet.

 

Die Handlung der Oper orientiert sich am bekannten Grimmsch'en Märchen: Hänsel (Vivana Volpe) und Gretel (Julia Turek), die aus einer armen Familie stammen, sollen zu Hause ihre Arbeiten erledigen. Was sie natürlich nicht machen. Statt dessen wird getanzt und getollt, was die heimkommende Mutter (Silke Sautter) nun gar nicht erfreut. In ihrer Wut schickt sie die Kinder in den Wald. Als der Vater (Matthias Maier) von der Arbeit heimkommt, ist er außer sich über den Entschluss der Mutter. Und erklärt ihr

auch sofort, weshalb: Im Wald soll eine Hexe ihr Unwesen treiben.

 

Zunächst einmal begegnen die beiden Kinder im Wald aber nur wohlgesonnenen, wenn auch wunderlichen Gestalten: Einem Waldmännlein, das da so im Wald steht (Lotte Langanky), dem Sandmännchen, das sie einschlafen lässt (Isabel Neumann am Samstag, Chiara Langner am Sonntag), 14 Engeln, die sie beschützen, und dem Taumännchen, das die beiden wieder weckt (Charlotte Trauschweizer).

 

Am nächsten Tag entdecken sie dann ein Haus ganz aus Lebkuchen gebaut. Nach ein paar Bissen an der Fassade meldet sich aber sogleich die Hausherrin, eine gewisse Rosine Leckermaul – besser bekannt als DIE HEXE (Sabrina Neumann). Sie lockt die beiden Kinder in ihr Haus mit der Absicht, sie zu mästen und in den Ofen zu schieben. Vor lauter Freude vollführt sie einen atemberaubenden Hexentanz. Gretel jedoch ist nicht dumm, und anstatt selbst im Ofen zu landen, verfrachtet sie mit einer kleinen List die Hexe in den Ofen, die daraufhin zu einem Lebkuchen verwandelt wird; der sehr zur Freude der kleinen Sängerinnen und der kleinen Konzertbesucher am Sonntag verspeist werden durfte.

 

Am Ende des Stückes werden die Lebkuchenkinder, aus denen das Haus gebaut war, wieder in echte Kinder zurückverwandelt, die Eltern finden ihre Kinder wieder und alles endet im großen Finale versöhnlich.

 

Um das alles eindrucksvoll in Szene zu setzen, bediente sich Humperdinck einiger bekannter Volksmelodien, z.B.“ Ein Männlein steht im Walde“ oder „Suse, liebe Suse“. Einige Stücke komponierte er aber natürlich auch neu; und das so gut, dass sie selbst in den Volksliedschatz eingingen, z.B.“ Brüderchen, komm tanz mit mir“ oder dem berühmten und berührenden „Abendsegen“.

 

Bei einem Stiftungsfest mit so großem Aufwand und einer insgesamt über eineinhalb mal gefüllten Festhalle kann zwar der musikalische Part vom

Nachwuchs gestemmt werden, ganz ohne die „Erwachsenen“ geht es aber dann doch nicht, sei es beim Bühnenbild, bei den Kostümen, Sonderproben, Fahrdiensten, Regie und überhaupt der ganzen Koordination von alledem, für das Chorleiterin Brigitte Neumann verantwortlich zeichnete, die so ganz nebenbei u.a. auch noch die Kostüme der Lebkuchenkinder genäht und für Verpflegung bei den Solistenproben im eigenen Wohnzimmer gesorgt

hatte.

 

Und spätestens bei den Dankesworten von Vorstand Karl-Heinz Hüttl wurde auch klar, dass bei so einem Projekt auch abseits der Bühne einiges zu tun ist, wobei immer auf Frauen- und Männerchor gezählt werden konnte; angefangen beim Plakate verteilen, über Fahrdienste, Vorbereitung und Aufräumdienst in der Halle, Bewirtung und vieles mehr.

 

Was bleibt als Fazit nach so einem Konzert?

 

Ja, es ist vor so einem Konzert viel zu tun, besonders natürlich im musikalischen und darstellerischen Bereich, ganz besonders für die Solisten. Und ja, das kann schon auch einmal Zeit und Nerven kosten. Aber wenn man dann auf der Bühne steht, ist all das vergessen und spätestens beim großen Schlussapplaus macht sich die Freude und Zufriedenheit breit, den Besuchern zwei tolle Stunden bereitet zu haben und man sieht, wofür sich die harte Arbeit gelohnt hat.

 

Und nicht zu vergessen ist wieder einmal, dass man sieht, dass es im Gesangverein mit dem Zusammenhalt der einzelnen Chorgruppen passt. Kinderchor und music and more gemeinsam auf der Bühne, Frauen- und Männerchor bereit, einmal nicht beim Stiftungsfest aufzutreten und immer zur Stelle, wenn es etwas zu helfen gibt.

 

Wenn Sie wissen wollen, wie viele Personen an so einem Konzert beteiligt sind, dann siehe unten.

 

Verpassen Sie auch nicht den Bericht zum Stiftungsfest aus Sicht von zwei Lebkuchenkindern, und zwar hier

 

* an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank von den Solisten; die beiden Damen wissen schon, warum.

 

Mehr Bilder gibt es hier und hier

 

Aufführende und sonstige Beteiligte am Konzert

 

Viviana Volpe - Hänsel

Julia Turek - Gretel

Sabrina Neumann - Hexe

Silke Sautter - Mutter

Matthias Maier - Vater

Isabel Neumann / Chiara Langner - Sandmännchen

Charlotte Trauschweizer - Taumännchen

Lotte Langanky - Waldmännlein

 

Engel:

Helena Hermann, Paula Hoss, Selina Kehle, Julia Kurzweg, Lotte Langanky, Emma Langanky, Moana Lebherz, Dilana Mahimana, Claire Maier, Lilli Merkel, Lene Morgenstern, Leonie Neu, Lotta Reiner, Carolin Zipper

Choreografie: Andrea Zipper, DanceKids TSV 1848 Eningen

 

Lebkuchenkinder:

Paula Hoss, Selina Kehle, Lotte Langanky, Emma Langanky, Chlaire Maier, Lene Morgenstern, Carolin Zipper

 

music and more, Junger Chor des Gesangvereins

Natalie Schäfer und Katrin Zeeb - Klavier

Brigitte Neumann - Organisation und Gesamtleitung

 

Kostüme:

Brigitte Neumann, Naturtheater Reutlingen

 

Bühnenbild:

Dorothes und Ernst Hummel und Team

 

Technik:

Thorsten Pflug, CL & CS Veranstaltungstechnik

 

Maske:

Birgit Bussmann und Alexandra Schobert

 

Plakat:

Ulrich Franz

 

Dekoration:

Laura Ernst, Dorlis und Erich Schall, und Team

 

Pflanzen:

Baumschule Rall

 

Bewirtung:

Dorothea Maier und Team

 

Sponsoren:

Kreissparkasse Reutlingen

 

Unterstützer:

Gemeinde Eningen

Hausmeisterteam der HAP-Grieshaber-Halle

Gärtnerei Renz

Frauen- und Männerchor des Gesangvereins

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